Rehasport

Rehabilitationssport wird von dem mit uns in enger Kooperation zusammenarbeitenden Verein "Rehasport Nordwalde Laer e.V." angeboten. Die Übungsleiter sind Physiotherapeutinnen aus unserer Praxis, die die vorgeschriebenen Ausbildungen zum Fachübungsleiter erhalten haben.

 

Im Rehabilitationssport werden die Inhalte des Sportes gezielt - jedoch ganzheitlich - auf die Verbesserung und/oder den Erhalt körperlicher Funktionen ausgerichtet.

 

Rehasport bezieht pädagogische, psychologische und soziale Gesichtspunkte in seine Handlungen ein und ist somit auf eine ganzheitliche Wirkweise ausgerichtet. Hier ist eine genau dosierte Belastung und eine sorgfältige Übungsauswahl erforderlich.

 

Die im Behinderten-Sportverband NRW e.V. (BSNW) ausgebildeten Fachübungsleiter haben in verschiedenen Ausbildungsgängen die Besonderheiten und speziellen Anforderungen kennengelernt, die beim Sport mit den unterschiedlichen Behinderungsarten und Krankheitsformen beachtet werden müssen. Rehabilitationssport kann als Einstieg in ein lebensbegleitendes Sportangebot am Anfang ärztlich verordnet werden. Er ist dann gesetzlich festgeschrieben als ergänzende Maßnahme der Rehabilitation in Gruppen und unter Obhut eines Arztes.

Rehasport
Rehasport


Was ist Rehabilitationssport?

Rehabilitationssport als Krankengymnastik, wirkt mit den Mitteln des Sportes ganzheitlich auf Menschen mit Behinderung ein. Er ist auf Art und Schwere und den körperlichen Allgemeinzustand der Betroffenen abgestimmt. Diese gesetzlich definierte Leistung bietet der Deutsche Behindertensportverband (DBS) in Gruppen allen Menschen mit Behinderung an. Die Qualität wird durch die betreuende Ärztin/den betreuenden Arzt und die qualifizierte Übungsleiterin/den qualifizierten Übungsleiter sichergestellt, die Art und Intensität des Rehabilitationssports anhand Ihrer Verordnung in enger Abstimmung miteinander festlegen.

 

Ärztliche Verordnung

Die (nicht budgetbelastende) Verordnung (Form­blatt 56) ist die Grundlage bei der Prüfung einer Leistungsübernahme durch die Kostenträger und muss deshalb unbedingt enthalten:

  • Diagnose nach ICD 10 mit Funktions-/ Belastungseinschränkung im Sport
  • Rehabilitationsgrund/-ziel(e)
  • Rehabilitationsumfang
  • Anzahl der Übungseinheiten (ÜE)
  • Empfehlung hinsichtlich definierter Rehabilitationssportarten und Inhalten

Diagnose mit Spezifizierung/ Funktionseinschränkung

Die Diagnose des Arztes sollte eindeutig formuliert sein. Die Spezifizierung hilft Art und Intensität des Sportes individuell festzulegen. Art und Schweregrad der Funktionseinschränkung sind hier ebenso wichtig wie Prognose und Begleiterkrankungen.


Rehabilitationsziel

Ziel ist es, die Ausdauer und Kraft zu stärken, Koordination und Flexibilität zu verbessern, das Selbstbewusstsein zu stärken und Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Die Verantwortlichkeit für die eigene Gesundheit soll gestärkt und zu einem lebensbegleitenden Sporttreiben motiviert werden.


Rehabilitationsumfang

Grundsätzlich ist die Verordnung von Rehabilitations­sport zeitlich begrenzt.

  • Regelfall: 50 Übungseinheiten innerhalb von 18 Monaten bei bestimmten Indikationen (s. Rahmenverein­barung Nr. 4.4.1) 120 ÜE/36 Mon.
  • Herzgruppen: 90 ÜE/30 Mon. ; Jugendliche/Kinder 120 ÜE/24 Mon.
  • Folgeverordnung ist bei bestimmtem kardiologischen Befund möglich.
  • Folgeverordnungen sind bei geistiger/ psychischer Behinderung/Krankheit möglich, für alle übrigen Behinderungsformen endet die Leistung i.d.R. nach den vorordneten ÜE.
  • Nach einer ambulanten/stationären med. Rehabilitation kann Rehabilitationssport erneut notwendig und verordnet werden. Bei einer neuen Diagnose kann eine Neuverordnung in Frage kommen


Durchführung des Rehabilitationssports

Ggf. ist die Verordnung durch Angabe von Belastungseinschränkungen und kontraindizierten Übungen zu präzisieren. Entsprechende Unterlagen sind für die betreuende Ärztin/den betreuenden Arzt sehr hilfreich.