Ergotherapie Erwachsene

Die Ergotherapie hilft Menschen dabei, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verloren gegangene oder noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben (wieder) zu erreichen.

Das Ziel ist es, dass Tätigkeiten des alltäglichen Lebens zufrieden stellend erledigt werden können. Die größtmögliche Selbständigkeit in den Bereichen Selbstversorgung, Freizeit und Berufsleben soll erreicht werden.

 

Einschränkungen in verschiedenen Bereichen (z.B. Bewegungsfähigkeit, Kraft, Ausdauer, Feinmotorik, Hirnleistung) können Alltagshandlungen erschweren bzw. unmöglich machen.

Zu Beginn der Ergotherapie-Behandlung werden somit die Alltags- und Behandlungsziele gemeinsam festgelegt, der Behandlungsplan erstellt und die Behandlungsmethoden ausgewählt.

 

Maßnahmen der Ergotherapie:

  • Förderung der motorischen Fähigkeiten (z.B. Beweglichkeit, Ausdauer, Koordination)
  • Training im Bereich Selbstversorgung (z. B. Waschen, Anziehen, Essen)
  • Training im Bereich des Alltags (z.B. Einkaufen, Umgang mit Geld, Telefonieren,
  • orientieren im Straßenverkehr, Zeiteinteilung, Tagesstrukturierung)

 

 

  •  Das Training im Bereich der Hirnleistung (z.B. Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Ausdauer)
  • Das Beraten und Anleiten von Angehörigen im Umgang mit dem Patienten
  • Analyse und Anpassung der Wohnumgebung, um die größtmögliche Selbständigkeit des Patienten zu erreichen.
     

Ergotherapie findet u.a. Anwendung bei

  • Menschen mit Einschränkungen im Bereich der Beweglichkeit, der Koordination, des Gleichgewichts, der Handgeschicklichkeit, der Aufmerksamkeit, der Reaktion, der Merkfähigkeit
  • Menschen mit Erkrankungen, wie Parkinson, Demenz, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Herzinfarkt
  • Menschen mit rheumatischen oder orthopädischen Einschränkungen

Das Bobath-Konzept

Das Bobath-Konzept ist eines der weltweit am häufigsten angewendeten Therapieansätze zur Behandlung von Halbseitenlähmung (Hemiplegie) nach Schlaganfall. Dieses Konzept wurde 1943 von der Physiotherapeutin Berta Bobath und ihrem Ehemann, dem Neurologen Dr. Carl Bobath, entwickelt.

 

Das heute empirisch weltweit anerkannte und ständig weiter entwickelte Konzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlung, aber auch eine generelle Anbahnung von physiologischer Bewegung.


Die Behandlungsmethode verfolgt generell folgende Ziele:

  • Verbesserung der Motorik der betroffenen Seite
  • Wiedererlernen verloren gegangener Bewegungsmuster
  • Hemmung des abnormen Muskeltonus und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster
  • Anbahnung physiologischer Bewegungen
  • Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühls von Körpermitte
  • Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen
  • Erhöhen der Selbständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen
  • Anleitung von Angehörigen

Hirnleistungstraining

Das Hirnleistungstraining in der Ergotherapie beinhaltet den Erhalt oder die Wiedererlangung von kognitiven Fähigkeiten (z.B. bei Demenz, Schlaganfall, Hirntrauma, Parkinson).


Ziele des Hirnleistungstrainings sind:

  • Förderung von Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis
  • Förderung der Reaktionsschnelle
  • Verbesserung von Orientierung bezüglich Ort, Raum, Zeit, Personen
  • Förderung der Handlungsplanung und Reihenfolgenbildung
  • Erlernen von Handlungskompetenzen für die Durchführung alltäglicher Tätigkeiten
  • Anregung zu mehr Eigenständigkeit und Initiative
  • Vermittlung von Kompensationsstrategien

 

Nach ausführlicher Diagnostik hinsichtlich vorhandener und beeinträchtigter Fähigkeiten wird ein individueller Therapieplan mit dem Patienten aufgestellt entsprechend des Befundes, der Ziele und der Motivation des Patienten kann eine Ergotherapie als Hirnleistungstraining angeboten werden über:

  • Haushaltstraining
  • ADL-Training (Dinge des täglichen Lebens)
  • Handwerk
  • Kognitive Spiele
  • Hirnleistungstraining am Computer (z.B. Cogpack)
  • Spezielle Förderkonzepte zur Verbesserung der Hirnleistung

Handtherapie

Die Hand des Menschen ist für die Erledigung alltäglicher Dinge sehr wichtig. Die bestmögliche Funktion der Hand soll (wieder) erreicht werden. Von handtherapeutischen Maßnahmen profitieren Menschen mit angeborenen, degenerativen oder traumatischen Erkrankungen der Hand.

 

Dazu zählen folgende Erscheinungsbilder:

  • Rheumatische Erkrankungen
  • Arthrose
  • Verletzungen der Nerven oder Sehnen
  • Morbus Sudek
  • Frakturen
  • Verbrennungen

In der Handtherapie werden u. a. folgende Maßnahmen der Ergotherapie angewendet und durchgeführt:

  • passive und aktive
  • Bewegungstherapie
  • Aktivierung und Kräftigung der Muskulatur
  • Gelenkschutztraining
  • Selbsthilfetraining im Bereich der Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Desensibilisierung, bzw. Sensibilisierung
  • Hilfsmittelberatung


Sensibilitätstraining

Bei Sensibilitätsstörungen werden Berührungsreize als fremd, gar nicht oder zu stark wahrgenommen. Ursachen hierfür können beispielsweise Erkrankungen des peripheren Nervensystems oder Verletzungen mit Narbenbildung sein.

 

In der Ergotherapie werden die Hautrezeptoren stimuliert, um Veränderungen im Bereich der Oberflächen- und Tiefensensibilität zu erreichen. Mit verschiedenen Medien wird die Nervenfunktion beeinflusst und angeregt.


ADL-Training (Alltägliche Dinge des Lebens)

Ein sehr wichtiges Ziel in der Ergotherapie ist die größtmögliche Selbständigkeit im Bereich der alltäglichen Tätigkeiten. Durch Einschränkungen der Grob- und Feinmotorik oder der Hirnleistung können Schwierigkeiten bei der Bewältigung der alltäglichen Dinge des Lebens auftreten. Auch hier kann eine gezielte Ergotherapie helfen.

 

Häufig sind deshalb Übungen zur Verbesserung der Körperwahrnehmung, der Beweglichkeit oder Hirnleistungstraining ein wichtiger Bestandteil der Ergotherapie. Aber auch ein direktes Training der zu erlernenden Fähigkeit (z.B. Anziehtraining, Esstraining) findet häufig statt.

 


Die Bereiche des alltäglichen Lebens sind:

  • Essen und Trinken
  • Essenszubereitung
  • Einkaufen
  • Körperpflege
  • An- und Ausziehen
  • Hygiene
  • Mobilität innerhalb und außerhalb der Wohnung

 

  • Haushaltsführung
  • Benutzung von Fahrzeugen oder öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Umgang mit Medikamenten
  • Geldhaushalt
  • Kommunikationsfähigkeiten (verbal, nonverbal)
  • Hobbies / Interessen

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